Was ist Arbeitstherapie?

Arbeitstherapie (AT) bezeichnet die stufenweise Heranführung von Menschen mit psychischen, körperlichen oder geistigen Behinderungen an die Grundanforderungen des Arbeitslebens. Hierbei wird die Arbeit als therapeutisches Mittel eingesetzt. Ziel dieser tagesstrukturierenden Maßnahme, die einen Teilbereich der Ergotherapie bildet, ist es, bereits vorhandene Fähigkeiten zu erweitern, neue zu erwerben und verloren gegangene Fähigkeiten zu reaktivieren. Der arbeitstherapeutische Ansatz orientiert sich an den Ressourcen und nicht an den Schwächen eines Klienten.

Wie bekomme ich AT?

Die meisten unserer psychisch erkrankten Klienten wohnen in ihrer eigenen Wohnung bzw. Wohngemeinschaft oder sie leben stationär in einem Wohnheim. In beiden Fällen werden sie professionell betreut und die Arbeitstherapie wird als tagesstrukturierende Maßnahme vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) finanziert. Wenn keine Finanzierungsgrundlage für den LVR besteht, gibt es die Möglichkeit, über eine ärztliche Verordnung oder im Rahmen einer Rehamaßnahme an der Arbeitstherapie teilzunehmen. Für die Teilnahme an der AT ist es nicht von Bedeutung, ob die Betreuung durch Mitarbeiter anderer Anbieter erfolgt.

Was kann ich mit AT trainieren und erreichen?

Vieles kann im Rahmen der AT gefördert und entwickelt werden. So können über das Training der Grundarbeitsfähigkeiten, wie z.B. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit hinaus, folgende Bereiche bearbeitet und gefördert werden:

• Ausdauer und Kontinuität im Arbeitsprozess
• Grob- und feinmotorische Fähigkeiten sowie Sorgfalt
• Erprobung bzw. Steigerung der Belastbarkeit
• Erweiterung der Frustrationstoleranz
• Realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten
• Übernahme von Verantwortung
• Soziale Kompetenz und Teamfähigkeit
• Kontakt- und Konfliktfähigkeit